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Aktuelles



Das Drei Eichen Team,
wünscht Ihnen einen angenehmen Aufenthalt
und einen guten Appetit.

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Ihr eigenes Bier, das „Drei-Eichen-Pils“,

 schenken Petra und Rolf-Dieter Tiedemann aus.

                  Diesen Artikel habe ich aus den Bramscher Nachrichten

Im Bramscher Lokal „Drei Eichen“ herrscht „die gleiche Schweigepflicht wie beim Doktor“

Bramsche. Drei riesige Eichen zieren den Hof der Gaststätte „Drei Eichen“ an der Malgartener Straße in Bramsche. Ursprünglich waren die gut 200 Jahre alten Eichen aber zu viert. „Aus der vierten Eiche wurde das Schlafzimmer meiner Eltern gemacht, sodass nur noch drei übrig blieben“, flachst Petra Tiedemann über die Namensfindung ihrer Kneipe.

Nach kompletter Renovierung eröffnete das Ehepaar Tiedemann die Gaststätte 1996 neu. Die Renovierungszeit wurde dabei auf vier Wochen geschätzt. Nachdem es dann ein Vierteljahr dauerte und viel Kraft kostete, entschied sich das Ehepaar gegen eine weitere Fremdverpachtung. Zuvor wurde die Wirtschaft nämlich mehr als zwei Jahrzehnte lang an Dritte verpachtet.

Den Grundstein für das Kneipen-Geschäft in dem 1870 erbauten Gebäude legten die Eltern von Petra Tiedemann. 1960 gründete das Ehepaar Schäpe die Gaststätte mit dem Namen Union-Stuben. Nach einem tragischen Unfall gab das Ehepaar Schäpe den Eigenbetrieb auf und verpachtete die Wirtschaft. In den 60er-Jahren erlangte die Kneipe dann unter dem Namen „Schäpen-Pinsel“ Bekanntschaft. Vor der Neueröffnung durch Familie Tiedemann wurde in der Gaststätte außerdem unter den Namen Angler-Klause und Bramscher Treff Getränke und Essen serviert.

Eine entscheidende Investition tätigten die Eltern von Petra Tiedemann 1966. „Damals wurde unsere Kegelbahn gebaut. Das kommt unserem Betrieb noch heute zugute“, weiß Petra Tiedemann um die Profitabilität und die Bedeutung der Kegelbahn für das Kneipengeschäft.

„Mittlerweile kegeln bei uns ungefähr 40 Vereine, die immer wiederkommen. Die meisten kommen natürlich aus Bramsche und seinen Ortsteilen. Wir haben aber auch Stammkegler aus Alfhausen und Bersenbrück. Die Anzahl der Mitglieder in den Kegelvereinen beläuft sich auf fünf bis 14 Personen“, freut sich Petra Tiedemann über mehr als 400 Stammgäste, die regelmäßig die Kugel in der Gaststätte schieben.

Darüber hinaus kommen in dem Bier- und Speiselokal beispielsweise der Heimat- und Verkehrsverein, der Sozialverband und der Kaninchenzuchtverein l 63 turnusmäßig zusammen. Ebenfalls zur Stammkundschaft zählt der Doppelkopfclub „Drei Eichen“, der an jedem ersten Freitag im Monat ein Preisdoppelkopfturnier veranstaltet.

Durch die vielen Gäste und die Stammkundschaft gibt es in der Gaststätte immer viel zu tun, deshalb betreiben Petra und Rolf-Dieter Tiedemann die Wirtschaft auch hauptberuflich. „Anders als in Vollzeit geht es nicht. Dann schafft man es nicht“, verrät Petra Tiedemann. Neben dem Ehepaar gehört Renate Walker zum Personal. Durch viel Engagement machte sich zudem Ursel Stölting in der Kneipe verdient. Nach vierzehn Jahren Arbeit in der Gaststätte verstarb sie an den Folgen einer schweren Krankheit.

„Organisation ist alles. Es kommt schon mal vor, dass ich mal eben 60 Eier in die Pfanne hauen muss. Man muss gut vorbereitet und für alles gewappnet sein“, erklärt Petra Tiedemann das alltägliche Geschäft. Das Drei-Mann-Personal geht dabei auf nahezu alle Wünsche ein. „Wir sind für alles offen, man kann sich über alles unterhalten“, sagt die Wirtin

Für Veranstaltungen aller Art mit bis zu 20 Personen eigne sich dabei das Clubzimmer. Im Lokal selbst sei bei Feiern für bis zu 45 Personen Platz. Darüber hinaus verfügt die Gaststätte seit 2000 über einen Biergarten. Dort genießen die Gäste kühle Getränke oder vergnügen sich bei einer Partie Schach. Zum Clubzimmer hat Petra Tiedemann ein besonderes Verhältnis: Dort, wo sich die Clubs nun treffen, wurde sie 1961 auf die Welt gebracht.

Neben der gutbürgerlichen Küche, die vor allem saisonal geprägt ist, schätzen die Gäste am Wirtsehepaar den familiären Umgang. Von „Mütterberatung“ und Ratschlägen bis hin zum Trostspenden und Aussprechen – im Hause Tiedemann hat man immer ein offenes Ohr. „Bei uns herrscht die gleiche Schweigepflicht wie beim Doktor. Die Gespräche bleiben bei uns und gehen nicht über die Dörfer“, erklärt Petra Tiedemann den freundschaftlichen Umgangston.

Geografisch gesehen gehört die Gaststätte zum äußeren Teil der Gartenstadt. Die Wirte selbst sehen sich aber eher als Bindeglied zwischen Innen- und Gartenstadt. „Wir haben da eine Art Inselfunktion und wissen manchmal nicht so recht, wo wir eigentlich zugehören. Manchmal hat man den Eindruck, dass uns Stadtfremde eher als die Bramscher finden. Da wünscht man sich schon ein bisschen mehr Zuspruch von den Einheimischen“, gesteht Petra Tiedemann.

Besonders gut läuft jedoch die Zusammenarbeit mit einer Brauerei aus Oelde. Im Rahmen des 50-jährigen Jubiläums des Kneipenstandorts im Jahr 2010 fragte Rolf-Dieter Tiedemann an, ob es möglich sei, das Bier der Münsterländer unter dem Namen „Drei-Eichen-Pils“ auszuschenken. Der Bierhersteller zweifelte nicht lange und gewährte dem Ehepaar Tiedemann die Sondererlaubnis. Passend dazu entwarf Rolf-Dieter Tiedemann ein Logo für die „neue“ Biersorte und ließ Gläser bedrucken.

In der Zukunft möchte die Familie Tiedemann „weiter vernünftig arbeiten, sich auf keinen Fall zurückziehen und noch lange die Kneipe führen“. Gleichzeitig wissen die beiden jedoch auch, dass die kleine Kneipe vom Aussterben bedroht ist, und geben den Gästen deshalb noch schmunzelnd einen Tipp mit auf den Weg: „Sei nett zu deinem Wirt, wer weiß, wie lange du ihn noch hast.“


Jeden 1. Freitag im Monat haben wir ein Preisdoppelkopf-Turnier.

Beginn: 19.06 / Startgeld 7,00 Euro.  

Jeder Teilnehmer erhält einen Sachpreis.   

Gut Blatt wünscht, der Doppelkopfclub Drei Eichen

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